ist Begleitung, Unterstützung und Förderung mit Hilfe des Pferdes. Der Schwerpunkt liegt auf der Begegnung von Mensch und Pferd und der daraus wachsenden und stärkenden Beziehung. Achtung und Wertschätzung für die Andersartigkeit des Gegenübers sind wichtig.
Der Mensch, das Pferd als Partner und die Fachperson bestimmen den gemeinsamen Weg. Alle Beteiligten werden in die prozessorientierte Arbeit einbezogen.
Für mich lässt sich die Pferdegestützte Therapie in drei Hauptaspekte einteilen, die je nach Bedarf und Intention kombiniert werden können.
Das Pferd erleben..
ist Teil jeder Therapieeinheit. Durch Beobachten, Pflegen und Versorgen wird die Beziehung zum Pferd gestärkt. Besonders in der, durch die Fachkraft begleiteten, freien Begegnung mit den Pferden ist es möglich zur Ruhe zu kommen und eine Verbindung zu den grossen Lebewesen aufzubauen ohne diese einzuschränken. Auch geben die Pferde wertvolles Feedback zu den eigenen Emotionen. Beim Beobachten der Tiere in der Herde wird deutlich wie subtil Kommunikation sein kann.
Die immer ähnlichen vorbereitenden Arbeiten um und am Pferd stärken das Vertrauen und führen zu innerer Ruhe und Konzentration. Sich in dem Moment zu spüren und ganz mit dem Tier im hier und jetzt anzukommen ist das Ziel. Auch machen diese Arbeiten Freude und fördern das Verantwortungsbewusstsein durch die sinnstiftende Fürsorge für ein anderes Lebewesen. Ganz nebenbei werden motorischen Fähigkeiten ausgebaut und verfeinert und sensorisches Erleben wird ermöglicht.

Getragen werden in der Pferdegestützen Therapie
Das Getragen werden vermittelt ein entspanntes Gefühl sowohl körperlich wie seelisch. Die spürbare Kraft und die Bewegung des starken Tieres vermittelt Geborgenheit und Ruhe. Durch das Sich – Einlassen auf die Bewegung wird das Selbstvertrauen gestärkt. Das sich bewegende Pferd fördert die Körperwahrnehmung, sowie die Balance, Stütz- und Haltemuskulatur. Dies kann durch unterschiedliche Übungen individuell unterstützt werden.
Der Fokus der Reittherapie liegt nicht auf dem Erlernen des Reitens. Dies kann je nach Wunsch und vereinbarten Zielen und im Rahmen der Möglichkeiten Teil der Therapie sein.



Bodenarbeit / Horsemanship in der Pferdegestützten Therapie
Horsemanship ist ein ganzheitlicher Ansatz in der Arbeit mit Pferden, der auf Respekt und Vertrauen beruht. Es geht nicht nur um Reitkunst, sondern um eine tiefe Beziehung, die auf Kommunikation und Verständnis des Pferdes und seiner Signale basiert.
Im Foundation Horsemanship arbeiten wir viel mit der Körpersprache und unserer eigenen Energie/Intention. So kann eine sehr feine und faszinierende Kommunikation mit dem Pferd entstehen, die uns lehrt gut hinzuschauen und uns immer wieder selbst zu reflektieren.
Wie kommunizieren wir? Wie gehen wir mit unseren Gefühlen um?
In der Pferdestützen Therapie können genau diese Fähigkeiten durch die Horsemanship – Prinzipien gestärkt und ausgebaut werden. In der Bodenarbeit kann Selbstwirksamkeit erlebt werden, das Selbstvertrauen wird gestärkt und die Verbindung zum Pferd zu spüren wirkt in den Alltag nach.
Ich beschäftige mich schon lange mit verschiedensten Arten des Horsemanship und besuche regelmäßig Kurse (www.guyrobertsonhorsemanship.co.uk / www.blankhofbacktotheroots.de) und bilde mich auf diesem Gebiet weiter, da ich immer wieder fasziniert bin von den Entwicklungen, die mit guter, feiner Kommunikation für Pferd und Mensch möglich sind.

In diesen Bereichen wird Pferdegestützte Therapie erfolgreich als Fördermassnahme eingesetzt:
- Körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigungen/Behinderungen
- ADHS
- Autismus
- neurologische Erkrankung (z.B.Migräne)
- Verhaltensauffälligkeiten und herausforderndes Verhalten
- Lernschwierigkeiten
- Traumabewältigung
- Krankenbesuche
- Suchtprobleme
- Burnout / Erschöpfung
- verschiedene Formen psychischer und psychosomatischer Erkrankungen
